Finale Marina, Finale Pia und Finalborgo sind die
Hauptorte der Gemeinde Finale Ligure. Diese Orte
sind mittlerweile zusammengewachsen und erstrecken
sich von der Küste bis zum Vorgebirge Caprazoppa
und von der Mündung des Flusses Sciusa hinein
in den letzten Teil des Poratales.
Die Römer nannten dieses Gebiet "Ad Fines",
den Grnezbereich zwischen den ligurischen Stämmen
Sabazi und Ingauni. Im Mittelalter befand sich hier
der Sitz der Marquis Del Carretto und der Ort war
über Jahrhunderte hinweg das größte
Hindernis für die Hegemonie der Republik Genua
im westlichen Teil Liguriens.
Bereits in prähistorischer Epoche war das Gebiet
von Finale über lange Zeit hinweg bewohnt,
wie die Funde in den zahlreichen Höhlen zeigten,
die heute im Stadtmuseum von Finale aufbewahrt werden.
Seit dem mittleren Paläolithikum konnten die
sich kontinuierlich fortgesetzten Ansiedlungen nachgewiesen
werden. Berühmt sind die Arenehöhle, die
Feenhöhle (Caverna delle fate), die Höhle
von Rocca di Perti, von Rio und vor allem die Höhle
von Pollera oder von Pian Marino, eine der größten
Höhlen in diesem Gebiet.
Das Finalese ist auch sehr bekannt für die
Felsen von Finale, die "Pietra di Finale",
einer Formation aus Kalkgestein mit bis zu 80 m
hohen Wänden, ein bevorzugtes Ziel von vielen
Kletterern in Ligurien. In diesem riesigen Klettergarten
mit über 600 Steigrouten an den Wänden
mit einer Gesamtlänge von 50 Kilometern bieten
sich ideale Bedingungen zum Klettern, denn durch
die unmittelbare Nähe zum Meer ist hier auch
im Winter das Klima sehr mild und die Anfahrt über
die gute Straßenverbindung gestaltet sich
ebenfalls problemlos.
Finalborgo war der Hauptort des Marquisats der Del
Carretto. Von Castel Gavone, der im Jahre 1191 erbauten
Residenz der Marquise sind noch die Außenmauern
und der Torre del Diamante, der Diamantenturm erhalten.
Die vollständig erhaltene Stadtmauer des Ortes
wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbaut. Die
Basilika San Biagio ist ein Gebäude aus dem
Mittelalter, das im Jahre 1637 umgebaut wurde. Im
Innenraum finden sich Kunstwerke aus der Spätrenaissance
und dem Barock. Die erste Pfarrei dieser Gegend
(aus dem 4. Jahrhundert) befand sich in Finale Marina
und die ursprüngliche Konstruktion ist auch
heute noch in der Kapuzinerkirche zum Teil sichtbar.
Die Basilika San Giovanni Battista mit ihrem schön
ausgestatteten Innenraum ist eines der bedeutendsten
Monumente des ligurischen Barocks. Zahlreiche Paläste
ehemaliger Adelsfamilien befinden sich in Finalborgo
und Finale Marina.
Varigotti, auf der Felsformation in Richtung Noli,
ist ein sehr alter Seehort. Der Hafen wurde im Jahre
1341 von den Genuesen aufgeschüttet. Die Kirche
San Lorenzo il Vecchio erbaute man im 12. Jahrhundert
als Benediktinerkloster auf einem bereits bestehenden
Gebäude.