Cinque
TerreRiccò
del Golfo di Spezia.
Riccò, "Ort am Fluß", ist
die erste Gemeinde im Varatal nach dem Übergang
von Foce mit einer Höhe von 240 m. Der Ort
entstand im Mittelalter an der Straße nach
Genua als Raststation in der Nähe der Burg
von Ponzò, einem Genueser Lehen, das die
Herrschaft im Jahre 1273 zugunsten der Gemeinde
von Carpena verlor. Im Jahre 1411, nach einer Rebellion,
zerstörten die Genuesen und die Truppen von
La Spezia die Burg von Carpena. Riccò gewann
mit dem Aufschwung des Handels und den sicheren
Straßen wieder an Bedeutung, aber es wurde
erst wieder in napoleonischer Zeit zum Sitz eines
Rathauses. Die Pfarrkirche von Santa Croce aus dem
15. Jahrhundert und das Oratorium der Madonna della
Neve, das auf dem alten Hospiz von San Cristoforo
erbaut wurde, sind zwei Baudenkmäler der Altstadt,
in der man noch viele Häuser und Eingangsportale
aus dem grauen Sandstein der Steinbrüche von
Valdipino und Casella findet. Aus Sandstein sind
auch die dreistöckigen Bauernhäuser von
Quaratica erbaut, die nur einen einzigen Raum pro
Etage, eine außen liegende Treppe sowie einen
Scheune auf dem Dach haben.
In Carpena gibt es neben den Ruinen der Burg auch
die Kirche von San Cristoforo aus dem 12. Jahrhundert
mit einer Statue des Heiligen und einem Altarbild
aus dem 15. Jahrhundert.
Eine Besonderheit ist die Wallfahrtskirche Nostra
Signora dell'Agostina, die in einem Wald außerhalb
von Riccò um das Jahr 1520 von einer Frau
aus Valdipino, Agostina Masaschi, erbaut wurde.
Auf den Wanderwegen zu den Cinque Terre kann man
den Übergang von der feuchten Flußlandschaft
zur mediterranen Macchia deutlich erkennen. Ein
Weg beginnt in La Foce und führt über
den Paß La Croce an Casté und Carpena
vorbei. Die "Via dell'Uva e dei Mulini",
die Straße der Trauben und der Mühlen
verläuft von Codeglia nach Riomaggiore über
die Costa Galera. Entlang dieses Weges kommt man
an den Mühlen von Codeglia am Fluß Riccò
vorbei. Rund um Ponzò und Carpena erstrecken
sich die Weinberge für den Albarola und den
Vermentino.
In dieser Landschaft gibt es noch weite und unberührte
Gebiete, ideal für das Trekking und Wettkämpfen
für Orientierungsläufe, eine in Italien
noch wenig bekannte Sportdisziplin, die hier dank
einer Partnerschaft mit der Stadt Fet in Norwegen
ausgeübt wird.
In der lokalen Küche sollte unbedingt der "Cacin"
probiert werden, ein Kuchen aus Kastanienmehl und
die Focaccia aus Maismehl.