Ligurien.
Ligurien ist ein schmaler Landbogen an der Westküste
Norditaliens zwischen dem Ligurischen Meer und den
Bergzügen zwischen den Alpen und dem Apennin.
Die Strände und Klippen dieser Region sind weltweit
berühmt. Im weniger bekannten Hinterland auf
einer kleinen Fläche zwischen den Bergen und
der Küste verbergen sich regelrechte Natur- und
Kulturschätze.
Die Fläche der Region umfaßt 5500 Quadratkilometer
sowie die weit geschwungene Küstenlinie des ligurischen
Golfs mit einer Länge von 315 Kilometern. Das
Hinterland besteht zu zwei Dritteln aus Bergland mit
Höhen von über tausend Metern sowie zu einem
Drittel aus Hügelland. Die Schwemmebenen nehmen
nur eine Fläche von 1 % der Gesamtregion ein.
Mit diesen so unterschiedlichen landschaftlichen Charakteristiken
ist Ligurien eine Region, für die man sich ausreichend
Zeit nehmen sollte, um sie in Ruhe zu erkunden und
zu entdecken. Neben den vielen international berühmten
Urlaubszielen gibt es noch eine ganze Reihe von weniger
bekannten Orten, die auch einen Besuch wert sind.
Die Hauptstadt Genua, einer der wichtigsten Mittelmeerhäfen
und Heimat des großen Seefahrers Christoph Kolumbus,
der Amerika entdeckte, war schon im Mittelalter einemächtige
Seestadt. Zeugnisse dieser glorreichen Vergangenheit
finden sich heute noch in eindrucksvollen Gebäuden,
eleganten Herrenhäusern und großartigen
Kirchenbauten, die sich perfekt in die moderne Stadtstruktur
einfügen. Auch in den anderen Provinzen Liguriens
(Imperia, La Spezia und Savona, zwei andere wichtige
Häfen) sind Natur- und Kunstschätze reichlich
vorhanden. Eine intakte und üppige Mittelmeernatur
finden wir in der Berglandschaft von Portofino und
Cinqueterre; Portovenere dagegen ist ein kleines Schmuckstück
der Mittelmeerküste; San Remo schließlich
gehört zu den berühmtesten italienischen
Badeorten, in denen jährlich das beliebte italienische
Schlagerfestival stattfindet. Eine besondere Aufmerksamkeit
verdient das herrliche Benediktinerkloster S. Fruttuoso
in Camogli. Aber noch viele andere bedeutende kunsthistorische
Denkmäler erwarten Sie.
In der Region Ligurien besteht ein gut ausgebautes
Autobahn- und Eisenbahnnetz, das an die großen
Kommunikationswege Nord- und Mittelitaliens sowie
an das europäischen Straßennetz angebunden
ist. Autofahrer die es nicht eilig haben, können
auf weniger frequentierte Staats- und Provinzstraßen
ausweichen, die interessante Alternativen zu den Autobahnen
bieten, denn hier öffnen sich viele schöne
Aussichtspunkte mit herrlichem Panorama und man kann
die Landschaft, die Kultur und die Natur Liguriens
besser entdecken, wenn man die großen Hauptverkehrswege
verläßt. Die Flora ist reich an vielen
unterschiedlichen Pflanzenarten die nur hier vorkommen
und mit vielen Naturparks und Naturschutzgebieten
in ganz Ligurien gepflegt und geschützt werden.
Die Küstenlinie und die Hügel bis hinauf
zur Wasserscheide in den Bergen sind nach Süden
hin ausgerichtet, und deswegen verfügt Ligurien
über ein angenehm gemäßigtes Mittelmeerklima
mit einer jährlichen Temperaturdifferenz von
circa 15°C, einer mittleren Wintertemperatur von
10°C sowie einer mittleren Temperatur in den Sommermonaten
von circa 24°C, wobei frische Meeresbrisen ständig
für ein angenehmes Klima sorgen.
Das angenehme Klima Liguriens war der Hauptgrund dafür,
dass dies die erste Region Italiens war, in der sich
in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein europäischer
Tourismus entwickelte. Die wenigen wohlhabenden Familien
aus England die hier ihren Urlaub verlebten, wurden
mittlerweile von Touristen aus aller Welt abgelöst,
wie an Hand der aktuellen Tourismusstatistiken der
Region Ligurien belegt werden kann.
Lage
Ligurien (italienisch Liguria) ist eine Küstenregion
in Nordwestitalien. Ligurien ist die drittkleinste italienische
Region. Es grenzt an Frankreich im Westen, Piemont im Norden
und Emilia-Romagna und die Toskana im Osten. Im Südwesten
grenzt es an das Ligurische Meer, einem Teil des Tyrrhenischen
Meeres (nördliches Mittelmeer).
Die Region hat eine Fläche von 5.410 km2 und eine
Bevölkerung von 1,76 Millionen. Ligurien ist in vier
Provinzen aufgeteilt: Genua, La Spezia, Imperia und Savona.
Die Hauptstadt von Ligurien ist Genua.
Anfahrt
mit dem Auto Sie können Ligurien einfach mit dem Auto erreichen,
da ein gut ausgebautes Netz von Autobahnen, Staats- und
Landstraßen zur Verfügung steht. Die Autobahnen,
geleitet von der Gesellschaft Italienische Autobahnen, sind
gebührenpflichtig und verbinden die vier ligurischen
Provinzen mit den wichtigsten Städten Italiens. Die
anderen - kostenlosen - Straßen stellen Anschlüsse
zu allen Gemeinden und Orten der Riviera und des Binnenlands
her.
Anfahrt
mit der Bahn Das Eisenbahnnetz deckt den größten
Teil des regionalen Gebiets und verbindet untereinander
die vier Provinzen sowie die wichtigsten Orte des Binnenlandes
und der zwei Küsten. Man erreicht Genua mit dem Zug
von allen großen Städten Italiens aus. Die Hauptstadt
- nur 2 Stunden von Mailand und Turin entfernt, 5 ½
Stunden von Rom - verfügt über zwei große
Bahnhöfe: Genua Piazza Principe und Genova Brignole.
Anfahrt
mit dem Schiff Der Hafen von Genua wird von zahlreichen Schifffahrtsgesellschaften
angesteuert, die Tag für Tag Ligurien mit dem restlichen
Italien und einigen der wichtigsten Häfen des Mittelmeers
verbinden. Der Genueser Hafen ist auch ein wichtiges Ziel
der Kreuzfahrtschiffe der größten Schifffahrtsgesellschaften
der Welt. Ihre luxuriösen Boote legen hier ab oder
machen einen Zwischenstopp, um im Verlauf einer Mittelmeerkreuzfahrt
die Stadt zu besuchen. Die zwei anderen großen Häfen
der Region sind Savona und La Spezia.
Anfahrt
mit dem Flugzeug Der Flughafen Cristoforo Colombo von Genua verbindet
Ligurien mit den Hauptstädten Italiens und Europas
und bietet Linienflüge der wichtigsten nationalen und
internationalen Fluggesellschaften an. Gelegen in geografisch
günstiger Lage im Zentrum der beiden Küsten, verfügt
der Anflughafen über gute Anschlüsse an das städtische
Straßen- und Autobahnnetz. Von der internen Zufahrtsrampe
im Flughafenbereich gelangt man zur Autobahn A 10 (Autobahnzahlstelle
Genua Flughafen) und über die Zubringerstraße
in die Stadt (Stadtviertel Genua Cornigliano); von hier
aus ist die Staatsstraße SS1, die Savona mit La Spezia
verbindet, zu erreichen.
Der Flughafen ist mit dem sechs Kilometer entfernt gelegenen
Stadtzentrum und den Hauptbahnhöfen über die Autobusse
AMT der städtischen Verkehrsbetriebe verbunden.
Der Volabus (Linie 100) ermöglicht rasche Anschlussverbindungen
zu den Bahnhöfen Genua Piazza Principe, Stadtzentrum
und Genua Brignole. Abfahrt alle 30 Minuten; erste Fahrt
um 5.30 Uhr vom Bahnhof Brignole, letzte Fahrt um 23.45
Uhr vom Flughafen.
Die Linie 151 verbindet den Flughafen mit dem Bahnhof Genova
Cornigliano und Genova Sestri Ponente.
Auch der Flughafen C. Panero - Villanova d'Albenga in der
Provinz Savona steht dem internationalen Verkehr offen:
Es ist ein Anflughafen für kleine Linien- und Charterflugzeuge
sowie Sportflugzeuge.
Mit dem milden Klima und den hervorragend ausgestatteten
Sportanlagen in ganz Ligurien werden es ein umfassende Sportmöglichkeiten
für alle Jahreszeiten angeboten.
Für die Ausübung der traditionellen Einzel- und
Mannschaftssportarten stehen modernste Sportanlagen für
Sportler aller Leistungsklassen zur Verfügung. In den
letzten Jahren stieg vor allem die Nachfrage nach den sogenannten
Extremsportarten, die jedoch mit der entsprechenden Ausrüstung
und unter der Anleitung von qualifizierten Sportlehrern
von jedem ausgeübt werden können.
Bei der Zusammenstellung des regionalen Angebots für
Ligurien wurde der Schwerpunkt auf Sportarten gelegt, die
auch ohne spezielle Sportanlagen ausgeübt werden können
sowie auf eine Integration von Tourismus und Sport innerhalb
eines natürlichen Ambiente, um auch die schöne
Landschaft, mittelalterliche Orte, die üppige Pflanzenwelt
und die einheimische Tierwelt zu entdecken. Einige Beispiele
gefällig? Die Klettergärten, Erlebnis- und Freizeitbäder
oder auch traditionelle Sportarten wie Golf.
In den Sommermonaten (aber auch zu den anderen Jahreszeiten)
ist das Meer mit herrlichen Tauchgründen sowie den
schönen Stränden und der Felsküste für
die Sportfans die Hauptattraktion in Ligurien. Hier kann
man Surfen, Segeln oder Kanufahren, eine Spezialität,
die auch im klaren Wasser der Flüsse und der Bergbäche
nicht zu kurz kommt.
Für die Wanderfreunde und Trekkingfans gibt spezielle
Touren für die Wintersaison (in einigen Berggebieten
auch mit alpinem Schilauf oder Langlauf) oder auch für
das Frühjahr.
Die Liebhaber des Reitsports kommen in der schönen
Landschaft oder auf der gut ausgestatteten Alta Via dei
Monti Liguri, dem ligurischen Höhenwanderweg und vielen
anderen Touren im Hinterland, die über antike Wege
zwischen den einzelnen Dörfern führen, weitab
vom Durcheinander der Städte, ebenfalls auf ihre Kosten.
Die landschaftliche Vielfalt von Ligurien kann man auch
an der großen Anzahl der Naturschutzgebiete in allen
Teilen der Region Ligurien erkennen, die 12% der Gesamtfläche
Liguriens umfassen.
Zu den zur Zeit bestehenden sechzehn Naturschutzgebieten
kommen die Alta Via dei Monti Liguri, der ligurische Höhenwanderweg
sowie weitere Naturschutzgebiete und Naturreservate dazu,
die kurz vor ihrer Gründung stehen. Mit diesen neuen
Formen eines sanften Naturtourismus und dem Studium der
Umwelt werden die Charakteristiken eines einzigartigen Ökosystems
immer mehr gefördert, das auf dem abrupten Übergang
vom Meer zu den Bergen basiert. Auch das Ökosystem
des Meeres wurde in diese Programme zum Schutz der Natur
und der Konzentration auf die natürlichen Ressourcen
mit eingeschlossen wie bei dem Unterwasser-Naturschutzgebiet
des Monte di Portofino, der Cinque Terre und dem Schutzgebiet
für die Wale.
Ein
Streifzug durch Ligurien.
Nach den ersten Bewohnern der prähistorischen Epoche,
von denen noch viele Spuren in den Höhlen von Balzi
Rossi, Toirano und um Finale erhalten sind, waren es die
Ligurer, die dieses Gebiet vereinten und ihm eine kulturelle
Identität gegeben haben. Obwohl die Ligurer in viele
Volksstämme aufgeteilt waren, so bildeten sie doch
eine einzige Nation und besetzten die gesamte Region. Nach
ihnen hinterließen die Römer, die Byzantiner
und die Langobarden ihre Spuren in dieser Landschaft, die
man auch heute noch in den vielen archäologischen Ausgrabungsstätten
und den Befestigungen sowohl an der Küste, im Hinterland
und auch in Verbindung mit manchen Ortsnamen finden kann
(in Varese Ligure trägt einer der Stadtteile der Altstadt
noch den Namen "Grecino", eine Erbe aus der Zeit
der Byzantiner).
Im Mittelalter blühte die sakrale Architektur auf,
zuerst mit den Mönchsorden und später mit den
Diözesen, die für lange Zeit auch die Gerichtsbarkeit
über große Gebiete hatten. Bei der Architektur
sind die Kirchen und die Wallfahrtskirchen in der gesamten
Region sehr verbreitet. Auch die Burg und Festungenen sind
ein Kennzeichen der mittelalterlichen Epoche. Einige dieser
Gebäude sind nicht mehr erhalten, von vielen anderen
sind nur noch Ruinen erhalten, wieder andere wurden in spätere
Konstruktionen integriert. Es gibt sowohl an der Küste
als auch im Hinterland noch viele vollständig erhaltene
Burgen, die ständig instandgehalten oder mit geeigneten
Baumaßnahmen wieder vollständig restauriert wurden.
Die Villen und Palazzi in Genua und anderen Orten Liguriens
sind die Zeitzeugen des wechselnden Glücks der Adelsfamilien
und des ligurischen Bürgertums sowie des intensiven
kulturellen Lebens, das vor allem in Genua nach dem 16.
Jahrhunderts vorherrschte, als diese reiche Stadt einen
der prestigeträchtigsten Mittelpunkte der damaligen
Welt bildete. Neben den Künstlern aus Italien und Europa,
welche die Kirchen und Palazzi mit ihren Werken ausschmückten,
darf man auch die zahlreichen ligurischen Künstler
nicht vergessen, die bei den großen Meistern lernten
und dieses Wissen gekonnt umsetzten (wie zum Beispiel in
der Malerei zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert). Die Bibliotheken
und Archive in ganz Ligurien dokumentieren mit ihren Werken
die Geschichte, die Kultur und die Kunst Liguriens sowie
die Reisen und den Aufenthalt vieler bedeutender Persönlichkeiten
im Bereich der Kunst, der Wissenschaft und der Literatur.
Wer sich dafür interessiert findet auch im Internet
eine ganze Reihe von Publikationen im Katalog der ligurischen
Bibliotheken.
Die ligurische Küche ist ein mediterrane Küche,
bei der die einfachen und unverfälschten Gerichte einer
gesunden, ausgewogenen und nahrhaften Küche mit Olivenöl,
Gemüse und würzigen Kräutern verfeinert werden.
Dazu gibt es eine große Auswahl an Weinen, die auf
sonnenverwöhnten Hügeln produziert werden.
Das Pesto, eine typische Soße auf der Basis von Basilikum,
ist mehr als nur eine gastronomische Spezialität, Pesto
ist das Symbol Liguriens und ein "Botschafter"
der ligurischen Küche im Ausland. Weitere sehr bekannte
typische Gerichte sind die Buridda di Pesce, eine Fischsuppe,
die mit Erbsen und Kartoffeln zubereitet wird, die Cima,
ein Fleischgericht mit einer Füllung aus Gemüse
und anderen Zutaten sowie der Baccalà und der Stockfisch,
die zusammen die Basis für viele traditionelle Gericht
bilden. Camillo Sbarbaro lobte in seinen Liedern mit metrischen
Reimen die Fischsuppe über alles, die nur hier in Ligurien
so gut schmeckt wie nirgendwo anders.
Im Hinterland der Küste mit den vielen Kastanienwäldern
spielen die Speisepilze eine Hauptrolle bei den einheimischen
Gerichten, die auf Genueser Art (im Topf mit Kartoffeln,
Knoblauch und Basilikum) zubereitet oder auch paniert und
frittiert serviert werden. Während der Pilzsaison ist
eine ausgedehnte Tour durch die Trattorie oder zumindest
ein gutes Essen mit frischen Pilzen ein absolutes Muss.
An der Grenze zum Piemont werden auch Trüffel angeboten.
Insbesondere bei den Süßspeisen gibt es viele
traditionelle ligurische Rezepte, und der krönende
Abschluss eines ausgedehnten Essens sind die von lokalen
kleinen Brennereien hergestellten Liköre wie der Nocino
oder der Likör aus Aloisiakräutern.
Das würzige und feine Aroma der einfachen und überall
beliebten Focaccia sowie der Farinata kann man wie als eine
Einladung für einen schmackhaften Happen zwischendurch
an jeder Straßenecke riechen, und dazu kommen noch
die feinen Gemüsepasteten, die überall nach den
eigenen Lokalrezepten zubereitet werden.
Weine
aus Ligurien.
Durch die Seefahrt knüpften die Ligurer weitreichende
Handelsbeziehungen, die mit ein Grund für die Entstehung
der vielen Weingüter sind. Zu Beginn dieses Jahrhunderts
ermittelte man bei einer Zählung über 600 Weingüter.
Zur Zeit sind ein Teil der gemeldeten und empfohlenen Weingüter
in den Produktionszonen für Prädikatsweine eingetragen,
es gibt jedoch auch zahlreiche genehmigte geographische
Herkunftsgebiete mit weniger bekannten Weingüter, die
als lokale Hersteller eingetragen sind und Weine produzieren,
die sich mit ihrem reichen Bukett des Meeres und der lokalen
Flora hervorragend zur Begleitung lokaler Gerichte eignen
und sich durch den ihren typischen Geschmack und sich durch
ihr Aroma und die leichte Bekömmlichkeit auszeichnen.
Es gibt zahlreiche Qualitätsprädikate DOC, die
bereits anerkannt wurden, nachfolgend eine Aufstellung nach
Herkunftsgebieten. Zu den Weinen mit dem Qualitätsprädikat
DOC kommen noch weitere Produktionen wie der Barbarossa,
der Buzzetto von Quiliano, der Coronata, der Sarticola,
der Albarola, der Chiaretto del Faro, der Portofino, der
Polcevera, der Moscatello, der Rollo, der Ciliegiolo und
der Monfrà.
Bianchetto della val Polcevera
Buzzetto di Quiliano
Cinque Terre
Colli di Luni
Coronata des Polceveratals
Granaccia di Alicante
Lumassina des Finalese
Ormeasco
Pigato
Rossese des Ponente
Sciacchetrà des Cinque Terre
Valpolcevera (weiß und rot)
Vermentino (Genua)
Vermentino (Imperia)
Vermentino (La Spezia)
Typische
Gerichte und Qualitätsprodukte aus Ligurien.
Die Gerichte der ligurischen Küche werden nach traditionellen
Rezepten mit den typischen Produkten dieser Region zubereitet.
Ligurien ist vor allem berühmt für seine Weine
und das Olivenöl, das insbesondere um Imperia und anderen
kleinen Orten in den Provinzen von Savona und La Spezia
produziert wird.
Die bekanntesten und am weiten verbreitesten Gerichten der
ligurischen Küche sind die Pansoti, die Trofie, das
Pesto, die Friscieu, die Focaccia mit Käse und die
Farinata.
Das Hinterland bietet zusammen mit der Küste eine umfangreiche
Auswahl sehr verschiedener Produkte. Es gibt neben dem Wein,
dem Öl und einer Vielzahl von Gemüsearten aus
der Ebene bei Albenga und Sarzana auch feine Spezialitäten
wie die weißen Bohnen von Conio, die Artischocken
von Riva Ligure und San Remo sowie den Knoblauch von Vessalico
und Borghetto d'Arroscia. Unter den Saisonprodukten finden
sich Speisepilze, Waldfrüchte, Haselnüsse und
die Trüffel des Hinterlandes. Im Hinterland konzentriert
sich die Produktion auf Käse, Milch, Fleisch und Salami.
Von den Gemeinden an der Küste kommt vor allem der
frische Seefisch, aus La Spezia die Miesmuscheln, aus Camogli,
Imperia, Monterosso, Noli und Santa Margherita Ligure kommen
Krustentiere, Thunfische, Sardellen und viele andere Fischarten.
Die Spezialität von Alassio ist die sogenannte "Fischsalami"
wie die Bottarga (Rogen) und Mosciame vom Thunfisch.
Süßspeisen
aus Ligurien.
Das berühmteste Gebäck ist mit Sicherheit der
Pandolce genovese, eine Art Panettone (traditioneller italienischer
Weihnachtskuchen) aus Butterteig mit kompakter Konsistenz,
kandierten Früchten und Rosinen, der an Weihnachten
an jedem italienischen Festtagstisch zusammen mit seinem
Milaneser Verwandtem, dem Panettone, serviert wird.
Sehr bekannt sind auch die Amaretti von Sassello, die Gobelletti
von Rapallo und die Lagaccio-Kekse. Die Canestrelli, ein
typisches Buttergebäck, findet man in der ganzen Provinz
Genua, besonders gut sollen die Canestrelli aus Torriglia,
aus Montebruno und aus dem Ort Acquasanta in der Gemeinde
von Mele schmecken. Eine mit Fenchelsamen gewürzte
Variante wird in Monterosso hergestellt.
Ab dem 19. waren die ligurischen Konditoreien in ganz Europa
für ihr Konfekt und die Bitterschokolade berühmt.
Die Genueser Konditoreien schlossen sich im 15. Jahrhundert
zu der Zunft der "Nebulari" oder auch "Negiari"
zusammen, zu "Fabbicanti di cialde e ostie" (Herstellern
von Waffeln und Hostien). Gegen Ende eines prunkvollen Festmahls
des Adelsstandes war es üblich, dass man Konfekt servierte,
indem es mit vollen Händen in das Dekolleté
der Damen geworfen wurde....
Der Ruhm dieses Konfekts mit kandierten Früchten gelangte
sogar bis an den Hof D'Este, und es wird beschrieben, wie
den Prinzen während eines großen Festmahls die
"Cotognata e persiche alla genovese" serviert
wurden.