Bracciano.
An den Ufern des vulkanischen Bracciano-Sees gelegen, der nicht nur reich an Fischen, sondern auch an prähistorischen Zeugnissen ist, lebt dieser Ort hauptsächlich von der Landwirtschaft und dem Tourismus. Aus den Tiefen des Sees wurden Funde von etwa 5500 v. Chr. geborgen: Pfähle, Verschläge, Keramiken und ein großes Einbaumboot.
Der gut erhaltene mittelalterliche Ort wird vom Castello Orsini-Odescalchi überragt, einem erstklassigen Beispiel für Festungsarchitektur und Wohnkultur des Adels zu Ende des 15. Jh.s. Man betritt das fünfeckige Gebäude, das ringsum von einer Mauer mit Türmen und Wehrgang umgeben ist, über einen dreieckigen Hof. Die Innenräume sind reich mit Fresken ausgemalt, die vielfach von Antoniazzo Romano und seinen Schülern stammen, so auch das Eingangsfresko. Andere Säle wurden im 16. und 17. Jh. von Taddeo und Federico Zuccari mit Malereien geschmückt.