Das Aragona Schloss.
Das Castello befindet sich auf einem Fels vulkanischen
Ursprungs, der mit der Insel durch einer Brücke
verbunden ist, die Alfonso von Aragonien 1438 erbauen
ließ.
Ursprünglich wurde es als „Castrum"
von Hieron von Syrakus 474 v.Chr. erbaut und nach
einer langen Verlassenheit erzielte es im 14. Jahrhundert
seinen höchsten Glanz. Zuerst Alfons I. von Aragon
ließ die ursprüngliche Festung mit Mauern,
Palästen und sogar 13 Kirchen bereichern, um
es in ein politisches, kulturelles und geistliches
Zentrum zu verwandeln. Dort lebten fast 2000 Familien,
ungefähr 5000 Personen. Der Renaissancehof der
adligen Dichterin Vittoria Colonna stellte die Blütezeit
sowie den Beginn der Dekadenz für das Castello
Aragonese dar, die mehr als ein Jahrhundert dauerte.
Gegen Anfang des 18. Jahrhunderts entvölkerte
sich das Castello, da seine Einwohner und der Bischofssitz
auf die Insel umzogen; nur einige Institutionen blieben
auf dem Inselchen, wie zum Beispiel das Klarissenkloster.
In diesem Kloster kann man noch heute den damaligen
Friedhof besichtigen, da die Klarissen, die nach dem
Tod nicht begraben wurden, auf Steinsitze in der Krypta
gesetzt wurden, in dessen Mitte ein Loch war und dort
auch blieben. Durch einen täglichen Besuch der
Krypta wurden die Klarissen daran erinnert, daß
das Leben ein Ende hat. Auf Befehl des Bischofs wurde
dieses grauenhafte Szenario Anfang der '60er Jahre
beseitigt.