Die nach Porto/Ponte zweitgrößte Gemeinde
Ischias ist eine Bilderbuchschönheit mit ausladendem
Hafenbecken und langgezogenen Sandstränden;
das „I-Tüpfelchen“ jedoch sind
die Poseidon-Thermalgärten (siehe Seite 20)
am Citara-Strand. Der ewig gegenwärtige, alles
überragende Epomeo präsentiert sich hier
von seiner vielleicht schönsten Seite, den
westlichen Abhängen. Das allerschönste
an Forio dürften die Sonnenuntergänge
sein, am eindrucksvollsten hinter der kleinen weißen
Kirche Santa Maria del Soccorso. Dann die Torrioni,
die mächtigen Wehrtürme aus der Sarazenenzeit,
deren Paradestück der Torrione am Hafen ist
( heute kleines Museum).
Forio besitzt außerdem mehr interessante
Kirchen als sonst ein Ort auf der Insel: die weiße
Soccorso-Kirche, die sehr schön stukkierte
und mit kostbarem Majolikaboden belegte Kirche der
Erzbruderschaft Santa Maria di Visitapoveri, daneben
die Klosterkirche San Francesco d’ Assisi
mit barocker Stuckausstattung; an der Hauptstraße
die meistbesuchte Kirche, Santa Maria di Loreto,
und schließlich die Kirche des Ortsheiligen
San Vito mit seiner kostbaren silbernen Figur und
dem einzigen Triptychon der Insel.
Aufmerksame Spaziergänger werden in Forio
besonders viele schöne Hauseingänge, Torbögen
und Portale aus dunklem Vulkangestein entdecken:
besonders schöne Fotomotive. In der „Cantina
Pietratorcia“ werden Bäuerliche Kultur
und Weinanbau getreu den alten Traditionen gepflegt.