Caserta.
Ein Ausflug in die Stadt Caserta und in die herrlichen
Gebiete ihrer Provinz. Von der von Vanvitelli gebauten
Reggia bis zu den Gebieten, in denen vor Tausenden
von Jahren die kampanische Kultur entstanden sein
soll, vorbei an dem entzückenden mittelalterlichen
Dorf Casertavecchia bis zu den Ausdehnungen des
Parks von Matese.
Hier kann man unter zwei verschiedenen Schulausflügen
wählen: Einem kulturellen oder einem naturwissenschaftlichen
Ausflug, der jedem Geschmack entspricht.
Der Reggia von Caserta sollte
man als erste Etappe einen ganzen Tag widmen. Eine
interessante dreitägige Kulturroute
muss zweifelsohne an den herrlichen Meisterstücken
und Gärten dieses Palasts beginnen, der im
XVIII Jahrhundert im Auftrag von Karl von Bourbon
vom Architekten Luigi Vanvitelli entworfen wurde.
Ebenso werden ein Besuch in Casertavecchia
und am Belvedere von San Leucio zu einem
unvergesslichen Ereignis. Der Ort mit seinen charakteristischen
Gassen verwahrt in seinem alten Teil eine herrliche
Kathedrale mit historischen Spuren, die vom romanischen
bis zum normannischen Zeitalter reichen. In San
Leucio dagegen wird man von dem utopischen Projekt
aus dem Jahr 1789 von Ferdinand IV verzaubert, welcher
das Jagdschloss des Belvedere in eine Seidenfabrik
verwandeln wollte und somit eine „königliche
Seidenspinnerei“ gründen wollte. Ein
kleiner Umweg führt nach San Nicola La Strada,
das nur einige Kilometer von der Provinzhauptstadt
entfernt ist und wo das Museum für bäuerliche
Kultur einen Einblick in die Lebensweise und auf
die Werkzeuge der Landwirtschaft ermöglicht.
Ein dritter Tag wird schließlich der Archäologie
gewidmet. Die Monumente des antiken Capua, das heute
Santa Maria Capua Vetere heißt, erinnern auch
heute noch an den Prunk der Vergangenheit: Das neben
dem römischen Kolosseum zweitgrößte
Amphitheater und der Mitreo sind dabei die wichtigsten
Denkmäler. Absolut nicht versäumen sollte
man in Capua die einzigartige Sammlung der Madri
(der Mütter), wobei es sich um Votivbilder
handelt, die im Museo Campano aufbewahrt
werden. Auch sollte man einen Rundgang durch das
Museo dei Gladiatori machen, in
dem Dekorationen des kampanischen Amphitheaters
verwahrt werden.
Wer sich hingegen in die üppige Natur der
Casertaner Gegend begeben möchte, dem steht
eine naturwissenschaftliche Route
zur Verfügung. Diese beginnt an der Reggia,
hinter welcher der Bosco di San Silvestro beginnt,
ein Waldgebiet, das sich über siebzig Hektar
auf den Hügeln von Montemaiuolo und Montebriano
erstreckt.
Nur 60 Kilometer von Caserta entfernt liegt das
Städtchen Piedemonte, zu welchem der Regionalpark
von Matese gehört: Es handelt sich
um eine vollkommen intakte Landschaft mit kunsthistorischen
Schätzen, wunderschönen Altstädten,
befestigten Burgdörfern, mittelalterlichen
Schlössern, Kirchen und Klöstern. Ausritte,
Radtouren mit dem Mountain Bike, Trekking und Birdwatching
sind dabei nur einige der verfügbaren Angebote
dieser Gegend.
Weitere herrliche Wälder befinden sich im
Regionalpark von Roccamonfina und Foce Garigliano,
der sich über eines der ältesten Vulkangebiete
Kampaniens ausdehnt.
Etwa zwanzig Kilometer von der Provinzhauptstadt
entfernt liegt der Parco del Partenio,
der auch die Gebiete der beiden kleinen Städte
Arienzo und San Felice a Cancello umfasst. Der Park
ist der ideale Ausgangspunkt für sämtliche
Ausflüge: Wanderungen, Radtouren und Birdwatching.
Besonders interessant sind natürlich auch die
Besuche der Fattorie didattiche,
der Lehrgänge auf Bauernhöfen, die für
Kinder eine Gelegenheit darstellen, sich ein Bild
über das einstige landwirtschaftliche Leben,
die Kultur und die Traditionen vergangener Zeiten
zu machen.