Avellino.
Die Wälder sind das Symbol der grünen
Irpinia: Diese Landschaft gehört in der Tat
zu einem der üppigsten Waldgebiete Italiens.
Doch reizt dieses Gebiet seine Besucher, egal ob
Erwachsene oder Jugendliche, aufgrund seiner zahlreichen
archäologischen und künstlerischen Fundstücke.
Hier haben Etrusker, Griechen, Römer und Langobarden
zahlreiche Spuren ihrer Gegenwart hinterlassen,
die in den imposanten Kirchen, den faszinierenden
Monumenten, den strengen Katakomben und den alten
Schlössern zu entdecken sind.
Eine Kulturroute (welche mindestens
5 Tage dauert), die sich an Schulgruppen und an
Liebhaber der Geschichte wendet, kann in der Provinzhauptstadt
Avellino beginnen, wobei ein Besuch des dortigen
Museums mit herrlichen Meisterstücken absolut
empfehlenswert ist.
Nicht weit entfernt liegt die Wallfahrtskirche Santuario
di Montevergine, die mit einer Standseilbahn
oder dem Bus erreicht werden kann. Sie liegt in
1.270 Metern Höhe und gehört zu einer
der meist besuchten Kultstätten des Südens.
Ebenso interessant ist ein Besuch des Palazzo
Abbaziale di Loreto aus dem Jahr 1735:
Dieses imposante Gebäude präsentiert sich
mit einem großartigen Innenhof, einem Garten
und zahlreichen Sälen, die mit flämischen
Wandteppichen aus dem 18. Jh. dekoriert sind. Außerdem
verfügt es über eine Apotheke mit über
300 Majolikatöpfen und eine Bibliothek mit
über 150.000 Büchern.
Eine weitere obligatorische Etappe ist die archäologische
Fundstätte von Mirabella Eclano:
Die Ausgrabungen umfassen einen weitläufigen
Bereich der Stadt. Es wurden großartige Gebäude,
darunter ein Baptisterium mit griechischem Kreuz,
eine christliche Basilika, Reste eines römischen
Rathauses und ein Thermalkomplex gefunden.
Begibt man sich nach Ariano Irpino, dann lohnt sich
ein Besuch im Stadtmuseum und im archäologischen
Museum: Im ersten wird ein kostbare Sammlung
lokaler Keramikartikel aus dem XVII und XVIII Jahrhundert
aufbewahrt, während im zweiten Fundstücke
aus einer prähistorischen Siedlung von Starza
und dem Gebiet von Ariano ausgestellt werden.
Doch genau so interessant sind die vielen Museen
der bäuerlichen Kultur: In den Museen
von Aquilonia, Guardia dei Lombardi und im Ethnographischen
Museum von Piana del Dragone in Volturara Irpina,
kann man in einer Atmosphäre aus alten Zeiten
die Situationen und Bilder der Menschen von damals
nachempfinden.
Das Gebiet der Irpinia ist eine der reichhaltigsten
Naturlandschaften und bietet daher unzählige
Möglichkeiten für eine naturwissenschaftliche
Route. Zu dieser gehört ein unumgänglicher
Ausflug an den Lago Laceno, einen See, der zum Regionalpark
der Monti Picentini gehört: Dieser
liegt in einer sattgrünen, malerischen Mulde
und ist von den Bergketten Montagnone, Calvello,
Cervialto und Rajamagra umringt. Man kann aber auch
einen der vielen Reitställe aufsuchen und hoch
zu Roß die Wälder durchqueren oder einen
Ausflug in den Regionalpark des Partenio
machen, der sich für sämtliche Ausflugsarten
eignet: Wanderungen, Radtouren und Birdwatching.
Das im Jahr 2002 gegründete interinstitutionelle
Projekt für Schultourismus VivIrpinia
richtet sich an die Schulen und an Jugendliche und
erstrebt das Ziel, die Provinz mittels kulturellen,
historischen und interaktiven Lehrgängen und
Tätigkeiten zu fördern. Um einen Einblick
in sämtliche möglichen Routen zu erhalten,
klicken Sie hier.
Ebenso interessant ist ein Besuch der Fattorie
didattiche (der didaktischen Bauernhöfe),
die gerade für Kinder und Jugendliche eine
wichtige Gelegenheit des Wachstums bilden und die
Neugier und den Kritikgeist der Studenten weckt:
Es handelt sich dabei um einen Lehrgang zur Entdeckung
des landwirtschaftlichen Lebens, in welchem man
den Spuren des Geschmacks, der Kultur und der Tradition
der Vergangenheit nachgehen kann.