Tenno.
In diesem alten Ort wurden Zeugnisse der Bronze-Römer-und
Barbaren-Zeit entdeckt. Von der Urgeschichte bis
an der Schwelle unserer Zeit, bildete Tenno mit
seinem Gebiet einen Talverkehrsknotenpunkt von primärer
Bedeutung. Lebhaft und manchmal gewaltsam wurden
die Auseinandersetzungen mit Riva, besonders um
den Besitz der Weiden und Wälder des Monte
Englo geführt.
Der Anblick des Gebiets verrät eine Umwelt,
wo die eindrucksvollen Kontraste der Landschaft
lebhaft und sehr interessant die Gesamtheit der
Naturelemente (Gebirge, Bäume, Wiesen, Land,
Gewässer) darstellen.
Eine ideale Landschaft, von Virgilio in einer Eneidestelle
"locus amoenus" genannt. Interessant hier
ist die natürliche Vegetation, dank der Anwesenheit
verschiedener klimatischer Zonen. Hier harmonieren
mediterrane, auf den Gardasee blickenden Olivenbäume
(Fraktion von Cologna-Gavazzo), mit der Alpenlandschaft
der höchst gelegenen Bergdörfer der Fraktion
von Ville del Monte und ihren alten Dörfern
von Canale und Calvola miteinander. Die Szenerie
des Tales erscheint stimmungsvoll wegen der zerklüfteten
Orographie des Wildbaches Magnone. Dieser Bach,
größter Wasserlauf des Gebiets, stürzt
mit einem tiefen Schnitt in den Kalkfels 90 m. tief
hinunter und bildet den bekannten Wasserfall von
Varone. Im nördlichen Gemeindegebiet befindet
sich der Tenno-See.
Fährt man auf der SS 421 in Richtung Ponte
Arche, erblickt man ihn im Tal liegend in der Nähe
eines Hotels. Man erkennt ihn an seiner unverwechselbaren
blaugrünen Farbe und einer baumbewachsenen
Insel, umgeben von hohen Felswänden. Er bietet
zu allen Jahreszeiten einen schönen Rundgang
und am naturbelassenen Ufer im Sommer einen schönen
Badeaufenthalt mit kristallklarem Wasser.