Die Burg Tenno.
Die Burg erhebt sich auf einer Felsenhöhe von
wo aus die Ebene von Riva und einen größten
Teil des Gardasees überblicken kann; sie schließ
dabei auch den im Mittelalter befestigten Ortsteil
Frapporta ein. In alter Zeit gebörte diese Burg
wahrscheinlich den Bürgern der Gemeinde. Später
wurde sie Symbol der weltlichen Feudalherrschaft,
bis sie 1210 n.Chr. in den Besitz von Fürstbischof
Vanga überging. In den folgenden Jahren erfuhr
die Burg die Besetzung durch die Grafen von Tirol.
Die verwirrenden Ereignisse des 14. Jahrhunderts ließen
die Burg und das Gebiet von Riva dem Grafen Mastino
della Scala zufallen. 1388 wurde sie von den Herren
von Visconti erobert. Im 15. Jahrhundert ging die
Burg wieder in den Besitz des Fürstbischofs von
Trient zurück bis zur Zeit Napoleons. 1439 wurde
die Burg im Krieg zwischen Mailand und Venedig belagert.
Zu dieser Zeit wurde die Burg Schauplatz der tollkühnen
Flucht des Mailänder Hauptamanns Niccolò
Piccinino. Als die "Serenissima" (Venedig)
in den folgenden Jahren längst das Gebiet von
Riva besetzt hatte, blieb die Burg von Tenno das letzte
Bollwerk der Fürstbischöfe von Trient im
Tal von Giudicarie. Zu beginn des 18.Jahrhunderts
fügte der Vendôme der Burg beträchtlichen
Schäden zu. In den napoleonischen Kriegen wurde
die Burg versteigert und von Privatleuten erworben,
aber geling es diesen nicht, der Burg ihr mittelalterliches
und rauhes Aussehen zu bewahren. So zeigt sich heute
eine Stilmischung von vergangenen und gegenwärtigen
Elementen, die in den Resten der Burg lebendig sind.