Das Gerstatal.
Von Riva kommend erreicht man Arco; dann wird die
Richtung nach Nago einschlagen, man fährt durch
den Ortsteil Bolognano, wo die Auffahrt gegen den
Monte Velo beginnt. Diese Zone, die sich an der westlichen
Seite des Monte Stivo befindet, ist besonders mild
und man genießt dort das frühzeitige Frühjahr.
Die Auffahrt zum Monte Velo bietet unvergleiche Ausblicke
auf die ganze Sarca Ebene und auf den Gardasee; vom
Santa Barbara Übergang, der sich auf der Hohe
des Monte Velo befindet, beginnt die Abfahrt gegen
das Gresta Tal, das besonders berühmt wegen Gemüseanbauten
(Karotten, Kartoffeln, Weishohl) ist. Im Oktober wird
eine stark besuchte Ausstellung und ein Markt mit
den typischen Produkten des Gresta-Tals abgehalten.
Außer den bereits genannten Gemüsesorten
werden lokale Käseprodukte angeboten. Von Ronzo,
dem großten Ort im Tal, kann leicht der Bordala
Pass (1400 m ) erreicht werden, die Treffpunkt im
Winter für die Ski- und Langläufer. Nicht
weit von dieser Stelle, wenn Sie in das Tal abfahren
mochten, befindet sich der Lago di Cei: ein netter
und ruhiger See, der mitten in einem Wald liegt und
reich an Wasservegetation ist. Vom Lago di Cei geht
es in Richtung Trento abwärts bis nach Aldeno.
Die Landschaft wird von Apfelanbauten entlang der
rechten Etsch Seite beherrscht, die je weiter man
nach Suden kommt, von sonnigen Weinbergen, die sich
entlang der sogenannten „Weinstrasse“
befinden, abgetauscht werden. Die bedeutendsten Orte
dieser Strecke geben ihre Namen den bekannten und
renommierten typischen Weinen: Nomi, Pomarolo, Villa
Lagarina, und sind obligatorische Tappen, um nach
Isera zu kommen, wo einer der feinsten Weine Italiens,
der Marzemino, erzeugt wird. Der Aufenthalt in Isera
ist pragmatisch und der „liebliche“ Marzemino
Wein wird die Erwartungen des Kenners sicher nicht
enttauschen. Von Isera, das sich an der Spitze eines
Hügels befindet, geht es nach Mori, das sich
an der Etsch befindet; man nimmt die Staatsstrasse
45 bis, und fahrt zurück zum Gardasee. Nach der
Durchfahrt von Mori, wenige Kilometer vom Ort in Richtung
Riva del Garda entfernt, kommt man zu der Ortschaft
Loppio mit der Villa die Castebarco (1389). Früher
lag diese Villa am Loppio See, der jetzt verschwunden
ist. Die Geschichte dieses Sees verdient erwähnt
zu werden. Im Jahre 1956 wurde ein unterirdischer
Kanal gebaut, der den Fluss Etsch mit dem Gardasee verbindet, um bei Hochwasser in den See zu leiten,
damit Überschwemmungen vermieden werden. Nach
dieser Bautätigkeit sickerte der See ein und
heute befinden sich an seiner Stelle Sumpf und Felder.
Die Sumpflandschaft ist reich an ziemlich seltner
Flora und Fauna; die Felder sind besonders fruchtbar
und produktiv. Entlang des ex Loppio Sees, sind noch
einige Schienen der alten Eisenbahnstrecke, die seinerzeit
Rovereto mit Arco und Riva durch eine romantische
Bergstrecke verband; von der Technik und dem Strassen
verkehr oberhold, erlitt auch die „kleine Eisenbahn“
das Schicksaal des Sees: Sie verschwand. Nach Erreichung
des San Giovanni Passes geht es rasch abwärts
nach Nago, wo die Ruinen des antiken Castel Penede
(zur Römerzeit Festung, im Mittelalter Schloss,
heute eine Ruine) besichtigt werden können. Nago bietet einen schonen Ausblick auf den Gardasee in
Richtung Torbole und Riva. Bei besonders schönem
Wetter kann das ganze Seebecken Übersehen werden.
Wenn man von Nago in Richtung Torbole fahrt, kommt
man zu den „Marmitte die Giganti“, originelles
Ergebnis der Erosionen der Eiszeit und faszinierendes
Naturschauspiel der Gegend Torbole, wo sich Goethe
aufhielt und zum ersten Mal den Gardasee kennenlernte
(„...das Land, wo die Zitronen blühen...“)