Die Burg von Riva del Garda.
Das älteste geschichtliche Zeugnis der Felsenburg
von Riva fand sich 1124 n.Chr., als die örtliche
Bevölkerung die Erlaubnis erhielt, ein castrum
novum (eine neue befestigte Anlage) an dem Ufer des
Gardasees zu bauen. Allmählich wurde sie ein
Symbol militärischer Macht, Zuflucht für
den Anführer und seine Leute. Die Burg wurde
wahrscheinlich von den Scaligern erweiter und von
den Venetianern ausgebaut. Andere Veränderungen
gehen auf den langen Einfluß der Fürstbischöfe
von Trient zurück; besonders auf Fürstbischof
Clesio. Bilderausstellungen der Vergangenheit zeigen
die Burg unterschiedlich von ihrer jetzigen Struktur,
aber mit einigen Elementen, die bis zur zweiten Hälfte
des vergangenen Jahrhunderts konstant blieben: die
doppelte, mit Zinnen Bewehrte Burgmauer, welche die
Herrschaftsgebäude und die Behausungen der Soldaten
einschloß, drei niedrige Ecktürme und jener
Turm im Nordwesten, der die anderen überragt,
Fischteiche sowie Rosen-und Obstgärten. In dem
Zwischenraum bis zum See mußten früher
Schiffe auf die Einfahrt in den Kanal warten, der
durch eine Kette verschlossen war, die an einem großen
Felsen befestigt war. Auf diesem war während
des ersten Weltkrieges ein Denkmal des heiligen Johannes
errichtet worden. Die Österreicher machten die
Burg zu einer Kaserne, reduzierten die Türme
auf gleiche Höhe und bauten außen eine
weitere Burgmauer, die bis 1919 bestehen blieb. Die
Burg "La Rocca di Riva" ist heute Sitz des
Gemeindemuseums und der Pinakothek. Dort befinden
sich an zentralem Platz die Zeugnisse der örtlichen
Geschichte und Kultur, der weit zurückliegenden
und der jüngsten Geschichte der Stadt.