Über dem Gardasee in sonniger Lage, von den Nordwinden
geschützt und mit mildem Klima, war Nago schon
in prähistorischer Zeit bewohnt. Wichtige Archäologische
Funde auch aus der Römerzeit bezeugen das. In
den letzen Jahren dank neuer Funde, ist für Nago festgestellt, dass der Mensch seit dem Mesolithikum
(4.500 a. Ch.)Steinmanufaktur gewohnt hat. Man hat
Grabstätte aus Stein mit Material aus der Kupferzeit
(2.500-3.000 a. Ch.) gefunden auch einen kostbaren
Dolch aus Kiesel cm 15 und einen kleinen Ring aus
Kupfer. Er bildet mit Nago eine gesetzliche Gemeinschaft.
Die Grafen von Tirol, legen 1647 die Statuten fest.
Nago ist kurz im „Journal“ von Montaigne
beschrieben, wo es im 16° Jahrhundert als kleine
ummauerte Stadt erscheint. Es ist die Heimat des Dichters
und Münz- Sammlers A. Gazzoletti (1813-1866).
Der Ort liegt rund um den Dosso di Penede und Dosso
San Zeno.
Der neue Teil des Ortes erweitert sich gegen die Staatstrasse
dort wo die KIRCHE SAN ROCCO aus dem 17° Jahrhundert
steht. Die PFARRKIRCHE SAN VIGILIO (XIII Jahrhundert)
ist in dem malerischen Stadtteil von San Vigilio erbaut,
umgeben von rustikalen, vornehmen Häusern mit
Fensterumrahmungen aus Stein, großen Portalen
mit Wappen und sehr vielen, kleinen, malerischen Gassen,
die gegen die Felsen des San Zeno Ruckens laufen.
Das erste Mal 1194 erwähnt und wieder im 17°
Jahrhundert aufgebaut, steht die Kirche neben dem
„Torre Romanica“ des zweibogigen Glockenturms.
Interessant ist das eingebaute romanisches Relief.
Das Portal stammt aus 1569.
Die darüber stehende Statue von San Vigilio stellt
den Vescovo Tridentino mit Bart dar und ist einzig
in seiner Art. Auf dem nahen Platz steht das HAUS
TONELLI mit barocken Formen. Durch ein Portal erreicht
man die aus dem 14° Jahrhundert stammende Gebäude.
Auf dem daruberliegen Platz steht das, aus dem 17°
Jahrhundert stammendes HAUS GAZZOLETTI (Inschrift
in Gedenken an A. Gazzoletti) und die barocke KIRCHE
TRINITA’ (18° Jahrhundert) von Familie Tonelli
erbaut.
Auf dem Platz steht der „pesarol“ ein
großer, runder Stein, welcher zum Wiegen der
Holzladungen benutzt wurde und heute als Treppenabsatz
für die Stiege eines Hauses dient. In der nahen
Sighelestrasse, im HAUS SIGHELE, steht eine bronze
Büste der Soziologen Scipio Sighele und eine
Inschrift von Ugo Ojetti (1921). Unter zwei Portalen
die alten Brunnen des Ortes. Beim Steigen zeigt
die Umgebung einen rustikalen Anblick, obwohl auch
hier der vornehme Einschlag nicht fehlt (siehe HAUS
BONETTI, die breiten Portalen aus Steinblocken der
Innenhofe und Garten). Eine reihe von Häusern
zieht sich unter dem Felsen des San Zeno-Ruckens
mit Felsen als Hinterfront. Die KIRCHE SAN ZENO
ist sehr alt, im 16° Jahrhundert wiederhergestellt
ist heute teilweise verfallen. Sie wurde auf der
höchsten Spitze des Ruckens erbaut, und wie
die Geschichte erzahlt von den Schäfern gestiftet.
Die Ruine daneben konnten die Fundamente eines Turmes
sein (abgerundete Ecken) und einen Grundriss von
7x7m. Von den Einheimischen „Friedhof“
genannt. Im unteren Teil des Ortes befindet sich
die FESTUNGEN VON NAGO, ein gutes Beispiel Österreichischer
Festungsanlagen aus dem 19° Jahrhundert (1860-1862).
Die Festungen wurden restauriert und zur Besichtigung
frei gegeben. Über die alte Strasse Santa Lucie
genannt, welche durch ein wildes Tal zwischen den
Felsen des Penede abfallt, erreicht man durch Olivenhaine
in zirka 30 Minuten Torbole. Die Via Santa Lucia
war auch Zeuge des schwierigen Abstieges der kleinen
venezianischen Flotte, die von der Adria über
die Etsch gekommen ist (1439). Am Eingang der Strasse
liegt das HAUS MAZZOLDI, Giebeldach mit venezianischen
Fresken von 1537, Sitz der Tiroler-Grenzwärter.