Brenzone. Brenzone setzt sich aus ungefähr fünfzehn
größeren und kleineren Weilern zusammen,
in denen noch ein Leben "auf Menschenmaß"
möglich ist. Längs der Küste des Gardasees liegen Castelletto, Magugnano (hier befindet sich
das Rathaus), Porto und Assenza. Ein Stück weiter
oben, auf den ersten Hügelerhebungen, befinden
sich hingegen Biasa, Fasor, Marniga (und noch weiter
oben, Campo, ein faszinierender mittel-alterlicher
Weiler), Boccino, Venzo, Castello, Zignago, Borago,
Pozzo und Sommavilla. Es ist eine lange Reihe von
kleinen Weilern, in denen die Touristikstrukturen
(etwas mehr als vierzig Hotels, ein Dutzend Campingplätze
und verschiedene Ferienwohnanlagen) in den jahrhundertealten
Olivengärten, die die Landschaft beherrschen,
eingebettet liegen. Aus diesen Olivengärten stammt
auch das hervorragende und leichte Öl, das auf
den Tisch kommt.
Das intensive Blau des Sees und das Grün des
Monte Baldo sind die natürliche Urlaubsszenerie.
Die Zeit scheint in den alten Weilern und Pfaden,
die zwischen See und Berg schweben, stehengeblieben
zu sein. Auf den Wellen des Sees tanzen im Wind
die Segel der Segelliebhaber oder der internationalen
Weltmeister, die hier zu Hause sind: zu Recht wird
dies für eine der schönsten natürlichen
Schulen für Segeln und Surfen angesehen. Brenzone bedeutet jedoch nicht nur See. Hier gibt es auch
Berge. Prada, eines der Weiler liegt im Herzen des
Monte Baldo. Von der Küste führen bis
hier hinauf die Pfade, die in den vergangenen Jahrhunderten
von Hirten und Holzhauern beschritten wurden: es
ist äußerst faszinierend, diesen Pfaden
zu folgen und vom Olivengarten zu den Kastanienbäumen
zu gelangen. Sodann kann man mit den Liftanlagen
von Prada-Costabella auf die Gipfel hochfahren und
von dort aus eine wunderbare Aussicht auf den See
genießen.
Brenzone heißt vor allem Segelsport, die örtlichen
Bootsvereine veranstalten be-deutende internationale
Regatten.. Weitverbreitet ist auch der Surfsport.
Etwa ein Dutzend an Pfaden bieten sich zum Wandern
und Mountain-Bike-Fahren zwischen dem See und Monte
Baldo an. Im Juni wird die Wanderung unter dem Thema
"von den Olivenbäumen zu den Narzissen"
veranstaltet. Im Winter kann man in Prada-Costabella
schifahren.
Grandios ist der lebendige Kreuzweg am Karfreitag
auf dem Pfad von Castelletto nach Biasa. Es werden
auch viele traditionelle Volksfeste abge-halten
(in Castello am 11. Juli, in Marniga am 16. August,
in Castelletto am 25. November, in Magugnano am
20. Januar). In Campo findet am 10. August die Veranstaltung
"Musik unter den Olivenbäumen" statt.
In Castelletto kann man die Kirche von San Zen de
l’Oselét bewundern; sie ist ein kleines
Meisterwerk der romanischen Kunst (interessant sind
die Freskomalereien). Sie stammt aus derselben Epoche
wie die winzige Kirche von Sant’Antonio in
Biasa. Wunderschön sind die Freskomalereien
der Kirche von San Nicola neben dem kleinen Platz
von Assenza.
In Castelletto liegt auch das Mutterhaus der "Piccole
Suore della Sacra Famiglia", einer religiösen
Glaubensgemein-schaft, die von Don Giuseppe Nascimbeni,
der vom Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen
wurde, gegründet wurde. Die Pfarrkirche von
Castello birgt eine Madonnenfigur, die von vielen
für wundertätig gehalten wird.