Die Stadt San Daniele beherrscht aus der Hügelspitze
Wälder, Felder und Ebenen. Auf regionaler Ebene
wird diese Stadt als das Kulturzentrum des Friauls
betrachtet. Hier befinden sich nämlich die
Kirche Sant’Antonio Abate mit den berühmten
Fresken des Pellegrino aus San Daniele sowie eine
der ältesten Bibliotheken Italiens, die Guarneriana.
Die Stadt ist dank der lokalen Herstellung von Schinken
weltberühmt. Die Schinkenbearbeitung ist ein
wichtiger Bestandteil der Geschichte von San Daniele
und spielt in der heutigen Wirtschaft der Stadt
eine bedeutende Rolle. Obwohl der Ruf des hiesigen
Schinkens und das Produkt selbst schon vor Jahrhunderten
über die ursprünglichen Grenzen hinaus
gingen, wird dieser Produktionsbereich von gebietsspezifischen
Merkmalen stark gekennzeichnet: das Klima ist nämlich
eines der bedeutendsten Produktionselemente und
ist natürlich „schwer“ anderswohin
zu versetzen.
Schlösser.
Hier kann man viele Schlösser bewundern, darunter
das Schloss Arcano Superiore in Rive D’Arcano,
besonders sehenswert aufgrund seines malerischen
Aussehens und seiner zurückgelegenen Lage.
Moruzzo liegt mit seinem gut erhaltenen Schloss
auf einem wunderschönen Vorgebirge und ist
dank der urgeschichtlichen Nekropole bekannt. Wenn
man Richtung Norden weitergeht, erreicht man die
angenehmen Ebenen von Majano, über die im Norden
das Schloss Susans herrscht. Vom architektonischen
Gesichtspunkt her erinnert das Gebäude an eine
Florentiner Villa und rühmt sich eines sehr
alten Ursprungs. Richtung Colloredo di Monte Albano
kann man das Schloss von Colloredo sehen, in dem
der Schriftsteller Ippolito Nievo wohnte. Im Inneren
können die berühmten Fresken von Giovanni
da Udine bewundert werden und vom Turm kann man
einen wunderschönen Ausblick genießen.
Zentrale
Hügellandschaft: Die Umwelt.
Felder und Wälder an der linken Ufer des Flusses
Tagliamento sind das natürliche Habitat von
Wildschweinen, Hirschen und Hasen. Das Dorf Ragogna
bietet eine der schönsten Landschaften des
ganzen Gebiets an: das Amphitheater des Flusses
Tagliamento und die nahen Moränenhügel,
die von den urgeschichtlichen Gletschern zeugen.
Zahlreiche Wanderwege winden sich durch die Wälder.
Das Gebiet um Fagagna ist dank einem Projekt besonders
bekannt, das das Nisten von Störchen in der
Gegend fördert.
Östliche
Hügellandschaft: Die Umwelt.
Felder und Wälder an der linken Ufer des Flusses
Tagliamento sind das natürliche Habitat von
Die hiesige raue und wilde Umwelt wird durch das
Bach Torre durchquert, das sich durch Hügel
und Täler windet, verschiedene Wasserfälle
bildet und wunderschöne Wälder und Dickicht
durchfließt. Breite Biegungen ermöglichen
es, in voller Ruhe zu schwimmen, was die lokalen
Leute zu schätzen wissen. In der Gegend befinden
sich auch viele Grotten. Besonders wichtig ist die
Grotte von Villanova in Lusevera, die über
6 Kilometer unterirdische Wege anbietet und 1925
entdeckt wurde. Es ist eine wahrhafte Tropfsteinhöhle.
Geologieliebhaber können im nahe liegenden
Ethnographischen Museum wertvolle relevante Informationen
vorfinden. Weitere lokale Grotten sind die Karstgrotte
in der Nähe von Taipana und die ungefähr
300 Meter breite Grotte von Pre Oreak in den Hügeln
in der Nähe von Nimis.
Historische
Viertel.
Architektonisch interessant sind die ländlichen
Viertel, die vor allem als Wohngebiet dienen. Germanischer
Herkunft ist zweifellos das ländliche Viertel
Colloredo di Soffumbergo in Faedis. Interessante
Steinfassaden bietet das Borgo Prozùs, das
aus vier antiken Vierteln besteht, die sich um die
alte Kirche der Heiligen Giovanni und Lucia entwickelt
haben; obwohl dieses Dorf auf das Jahr 1170 zurückgeht,
ist es aufgrund eines traurigen Ereignisses während
des Zweiten Weltkrieges bekannter. Weitere Viertel
befinden sich in Torlano di Sopra, Nimis und Torlano
di Sotto, wo die großartige Engelsbrücke
(Ponte degli Angeli) den Fluss Cornappo überquert
und zwei alte Gebäude mit einander verbindet.
Erinnerungswert ist auch das mittelalterliche Viertel
von Loneriacco.
Östliche
Hügellandschaft: Der Wein.
Obwohl die Oberfläche der Region Friaul Julisch
Venetien ziemlich beschränkt ist, befinden
sich hier acht als DOC-Gebiete anerkannte Weingegenden.
Darunter ist eines der national und international
berühmtesten Gebiete das der Östlichen
Hügel (Colli Orientali del Friuli) mit seinen
Aushängeschildern: Ramandolo und Picolit. Die
Östlichen Hügel Friauls befinden sich
am Fuße der Julischen Alpen, einer Alpenkette,
die vor dem rauen Klima des europäischen Kontinents
Schutz gewährt und die wenige Kilometer von
der Adriaküste entfernt ist, was eine ständige
und vorteilhafte Lüftung sichert. Diese Lage
gewährleistet also das ideale Klima für
den Weinbau, der auch durch die Bodenzusammensetzung
gefördert wird. Diese zwischen 100 und 350
Metern hohen Hügel sind nämlich durch
die jahrhundertelange, langsame Sedimentation von
Mergel- und Sandsteinschichten entstanden (d.h.
Kalklehm und verkalkter Sand).