Pordenone.
Die Provinzhauptstadt Pordenone (aus Portus Naonis,
dem alten Hafen auf dem Fluss Noncello) weist eine
besonders angenehme Altstadt auf. Entlang der Hauptstraße
mit den typischen Laubengängen stehen viele
Paläste, die schon im Mittelalter mit Fresken
verziert wurden, während man im Dom San Marco,
der einen wunderschönen Glockenturm aufweist,
und im Kunstmuseum der Stadt interessante Gemälde
bewundern kann, darunter die von Giovanni Antonio
de’ Sacchis, bekannt als Pordenone (1484-1539),
dem bedeutendsten friaulischen Maler überhaupt.
Die
Umgebung.
Wertvolle Paläste und prestigevolle Kirchen
befinden sich auch in Sacile (durchquert vom Fluss
Livenza, der der Stadt ein eindrucksvolles Aussehen
gewährt), in San Vito al Tagliamento (mit seinen
mittelalterlichen Türmen und berühmten
Freskenzyklen), in Spilimbergo (mit dem stattlichen
Schloss, dessen Wand im 15. Jh. mit Fresken bemalt
wurde und in dem eine weltberühmte Mosaikmalerschule
ihren Sitz hat). Ein hervorragendes Kunstdenkmal
ist der Gebäudekomplex der Benediktinerabtei
von Sesto al Reghena mit bedeutenden langobardischen
Zeugnissen sowie Fresken in Giottos Stil und aus
dem 15. Jh.
Sesto al Reghena ist dank den Konzertveranstaltungen
bekannt, bietet aber auch bedeutende naturalistische
Landschaftsgebiete an, die durch die reichlichen
Wasserquellen gekennzeichnet sind. Valvasone ist
ein ruhiges Städtchen, in dem nicht nur das
wertvolle Schloss erwähnenswert ist, sondern
auch die kleine Kirche der Heiligen Pietro, Paolo
und Antonio mit der einzigen venezianischen Orgel
aus dem 16. Jh. in ganz Italien, die vor kurzem
restauriert wurde; mit ihrem vom Pordenone und vom
Amalteo bemalten Orgelkasten ist sie ein Juwel der
mittelalterlichen Architektur. Porcia, Cordovado
und Zoppola haben sehr gut erhaltene Schlösser.