Parma.
Die geographische Position, die Geschichte und gastronomische Tradition machen die Provinz Parma auch außerhalb der Grenzen bekannt.
Parma und seine „Wunder“
Zahlreiche Schlösser und Festungen schmücken die Provinz Parma; ein paar Jahrhunderte zurückversetzt, fühlt sich der Reisende in dieser Gegend zwischen Apennin und Po. Auf den Spuren von Rittern und Burgfräuleins, wandert man in idyllischen Gebieten und zwischen märchenhaften Schlössern, die übrigens zu den schönsten und am besten erhaltenen Italiens gezählt werden. Auf den roten Felsen des Apennins erhebt sich die große, prächtige Festung „Fortezza di Bardi“, die zweitgrößte Festung Europas. Talwärts stoßen Sie erst auf das Schloss Compiano mit dazugehöriger Ortschaft, dann auf das Schloss von Felino. So geht es weiter bis in die „bassa parmense“, das Gebiet um Parma, wo man auf den Schlosspalast „Reggia di Colorno“ stößt, ehemaliger Sitz der Farnese, der Bourbonen sowie auch von Marie Luise von Österreich. Sie werden nicht nur vom prächtigen Schloss beeindruckt sein, sondern auch von der zauberhaften Landschaft der Po-Ebene. Das Leben der gesamten Provinz hängt sei jeher an diesem Fluss. Die Zeit in der „bassa“ scheint stillzustehen; das ländliche Bild ändert sich nur mit den Jahreszeiten. Zwischen den dichten und öden Herbstnebeln und unter der glühenden Sommersonne verstecken sich kleine, antike Ortschaften, die von der künstlerischen Vergangenheit zeugen. Leider verschwindet dieses alte Italien mehr und mehr von der Bildfläche. Die „bassa“ ist außerdem die Heimat von Giovannino Guareschi und seinem „Don Camillo“. Auf der einen Seite der Po und seine magische Faszination, auf der anderen die einfache, ländliche Apennin-Landschaft mit seinen Parks (u.a. der Nationalpark des toskanisch-emilianischen Apennins), die herrliche Flecken unversehrter Natur und wunderbare Wanderwege birgt. Entdeckungswanderungen historisch-kultureller Art, auf der Suche nach alten Dörfern und Festungen, bieten sich genauso an wie Trekking-Ausflüge auf dem Monte Sillaba, den Cai-Wanderwegen oder um den See Santo Parmense.
Einzigartige gastronomische Traditionen
Die bekanntesten Produkte dieser Provinz sind sicher der „parmigiano-reggiano“ und der Parma-Schinken (rein deswegen zahlt sich ein Besuch in der Provinz aus); die Gastronomie hat jedoch noch viel mehr zu bieten (Steinpilze, Berg-Brot, Kräuter- oder Kartoffelkuchen, Kastanien- und Waldfrüchtegerichte usw.), weshalb Parma auch Sitz der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA, ist. Bekannt ist die Provinz auch für die internationale Kochschule von Colorno. Nicht von ungefähr kommen die verschiedenen, dem Essen gewidmeten, Museen, wie das des Parmigiano-Reggiano in Soragna, das Museum des Parma-Schinkens und der Parma-Wurst in der Hügelgegend von Langhirano und das Salami-Museum.
Die Thermen
Die Provinz Parma ist aber nicht nur für Feinschmecker attraktiv; bereits die alten Römer nutzten die heilende Kraft des mineralienreichen Wassers. Mehrere Thermen verstreuen sich über die Provinz, die bekanntesten sind sicher die von Salsomaggiore; aber auch die, mitten im Grünen gelegenen, Thermen von Tabiano, von Sant’Andrea Bagni und von Ponticelli bieten Relax und Ruhe für Geist und Seele.