Ferrara.
Die Ferienregion Ferrara - eine einzigartige Naturlandschaft, die sich bis zum Po-Delta erstreckt; wunderschöne Reisewege durchlaufen reizende Lagunen- und Talsiedlungen.
Ausflüge
In der Stadt Ferrara müssen Sie unbedingt die vier Ecktürme des Este-Schlosses (hier schrieb Torquato Tasso übrigends sein wichtigstes Werk „La Gerusalemme Liberata“) bewundern, die Via Coperta überqueren, den „Palazzo dei Duchi“ und den „Palazzo dei Diamanti“ besuchen. Nachdem Sie dann auch noch das Stadtmuseum besichtigt haben, können Sie außerhalb der Stadtmauern ihre Reise fortsetzen.
Francolino und Fassadalbero sind zwei alte Zentren in der Nähe von Ravenna. Der „Delizia“-Palast in Francolino war die erste Anlegestelle für jene, die auf dem Po in Richtung Stadt unterwegs waren. Fassadalbero hat ein von Nikolaus III von Este, unter der Leitung von Giovanni da Siena, zwischen 1424 und 1434, erbautes Schloss zu bieten. Zur gleichen Zeit wurde der Palast Belriguardo in Voghiera gegründet, das „Versailles“ der Este. Noch heute finden in Belriguardo Ballettvorführungen, Opernveranstaltungen und Vorstellungen in mittelalterlichen Kostümen statt. Am linken Ufer des „Po di Volano“ erhebt sich Formignana, ein sehr bedeutendes historisches Zentrum, in dem sich die Bischöfe von Ferrara bis zur Zeit der napoleonischen Herrschaft, 1797, aufhielten.
In der Nähe des schönen Städtchens Codigero steht die Abtei von Pomposa, eine der bedeutendsten Klosteranlagen Europas im 11. und 12. Jahrhundert. Der älteste Teil der Anlage geht auf das 7. Jh. zurück, als die ersten Benediktinermönche den Wald zwischen zwei Pomündungen, besiedelten. „Pompiosa“, wurde diese Insel genannt, nach der römischen Besitzerfamilie. Noch zu sehen sind heute die Kirche „Santa Maria“, der Glockenturm, die „Aula Capitolare“, der Schlafraum, in dem heute das Museum Pomposiano eingerichtet ist, das Refektorium und der „Palazzo della Ragione“.
Nicht auslassen dürfen Sie natürlich die Comacchio-Täler, die zu den bekanntesten Lagunen-Landschaften Europas gehören. Sie erstrecken sich über die Provinz Ferrara und Teile der Provinz Ravenna; das sind mehr als 11.000 ha Lagunenlandschaft zwischen Comacchio und dem Fluss Reno, die über die Kanäle Magnavacca, Logonovo, Bellocchio und Gobbino mit dem Meer verbunden sind.
In den trockengelegten Tälern Trebba und Mezzano liegt Spina, eine griechisch-etruskische Stadt, die sich im 6. und 7. Jh. v.Chr., als Handelsstadt an der Pomündung, entwickelte. Nicht weit davon entfernt liegt eine Nekropolis mit mehr als 4000 unterirdischen Gräbern. Im archäologischen Museum in Ferrara, sind Grabeile ausgestellt.
Die mittelalterliche Stadt Argenta, am linken Ufer des Reno, ist heute ein aktives Agrar- und Handelszentrum.
Zum Schluss noch das Dorf Cento, von der Gemeinde Pieve di Cento durch den Reno getrennt. Cento, zu deutsch ‚hundert’, hat seinen Namen wahrscheinlich von den einst da gewesenen 100 Fischerhütten oder von einer antiken Bodenaufteilung. Charakteristisch ist das jüdische Viertel aus dem 14. Jh.; die jüdische Gemeinde die sich hier ansiedelte, entwickelte einen blühenden Hanf-Handel. Sehenswert ist die bolognesische Festung aus dem 14. Jh.
Önogastronomie und Handwerk
Die „salama“, die berühmteste Wurstart der Zone, wird aus ganz bestimmten Teilen vom Schwein hergestellt und mit Salz, Pfeffer und Rotzwein, auf traditionelle Art, gewürzt. Wursthaut ist die mit Wasser und Essig gewaschene Schweineblase.
In der Provinz Ferrara wird auch sehr viel Weizen angebaut, woraus das, vom Schriftsteller Riccardo Bacchelli als „bestes Brot der Welt“ bezeichnete, Brot hergestellt wird. Zutaten sind Mehl, Öl, Schmalz, Wasser und natürliche Backhefe. Bekannteste Vorspeise sind die Cappelletti, eine Art Tortellini mit Hirn- und Putenbrustfüllung. Lecker sind auch die „cappellacci“ mit Kürbisfüllung und geschmolzener Butter, oder die „crespelle alla parmigiana“ oder der Makkaroniauflauf, den man auch in süß-saurer Version finden kann. Zu den typischen Hauptgerichten gehören frischer Lachs oder mit Apfelessig marinierter Stockfisch, gegarte Riesengarnele oder Seebarsch mit Oliven sowie der berühmte Aal, der in den Lagunen von Comacchio gezüchtet wird.
Lokale Süßspeisen sind „burrico“, ein Blätterteiggebäck mit Mandelfüllung, oder „panpepato“, ein mit Mandeln, Nüssen und Pinienkernen gefüllter Rundkuchen. Bekanntester Likör ist der „nocino“, ein Nusslikör.
Die typischen Weine sind leicht und aromatisch: Fortana, Merlot, Bianco del Bosco, Sauvignon.
Ein Traditionshandwerk ist die Verarbeitung des Schilfrohrs (la "Paviera"), das wild, längs der Kanäle und in den Sumpfgebieten der Gegend, wächst. Das Schilfrohr wird zu Taschen, Matten, Körben und verschiedenen Behältern geflochten.
Feste
In der Hauptstadt wird am 23. April der Markt San Giorgio abgehalten, das Fest „Ferrara Estate“ zwischen Juli und August, der Markt „delle cose d’alri tempi“ jedes erste Wochenende des Monats, das „Buskers“-Fest in der dritten Augustwoche; auch einen „Palio“ git es seit 1279.
International bekannt ist der Karneval von Cento; von großem Interesse ist auch das „Podelta International Birdwatching Fair“ in Comacchio, die größte Veranstaltung dieser Art in Europa.