Die elbanische Küche ist einfach und bescheiden, es
gibt keine raffinierten Saucen, und exotische Gewürze
haben keinen Eingang gefunden, mit Ausnahme von Pfeffer
und Zimt. Die Düfte und Aromen sind lokaler Herkunft:
Rosmarin, Bergminze, Fenchel, Wacholder, Salbei, Lorbeer,
Kapern, Zitrone werden im Garten oder in der Macchia nahebei
gesammelt und geben noch dem fadesten Fisch oder Fleischstück
einen köstlichen Geschmack.
Zu den »charakteristischen« und »traditionellen«
Gerichten auf Elba zählen beispielsweise die Gemüseeintöpfe
Gurguglione und Puttanaio, die im wesentlichen grüne
Paprikaschoten, Auberginen, Zucchini, Zwiebeln und Tomaten
enthalten. Dem Cacciucco - einer Fischsuppe - leisten die
zwei weitere Arten L'Acqua pazza und Sburrita Gesellschaft.
Bei den Süßspeisen finden sich Il Puggnico (ein
leichter Kuchen mit Anislikör, der zu Ostern in Poggio
auf jeden Tisch kommt), La Schiacciunta (ein schwerverdaulicher
Schmalzkuchen) und La Schiaccia briaca (Mandellikör
und Aleatico-Wein sorgen bei dem mit zerkleinerten Walnüssen,
Haselnüssen, Mandeln und Rosinen angerührten Kuchen
für besonders feines Aroma).