Landesmuseum
für Volkskunde.
Das Volkskundemuseum Dietenheim. Eine Einrichtung,
die Arbeiten, Wohnen und Glauben in Südtirol
in den vergangenen Jahrhunderten verständlicher
machen will. Dieses sozialgeschichtliche Museum faßt
Adel und einfaches Volk zusammen. Das Volkskundemuseum
auf dem etwa 3 Hektar großen Freigelände
besteht aus mehreren Gehöften und Nebengebäuden,
die aus allen Teilen Südtirols stammen. Hier
wurden sie - nach Hofformen geordnet - neu errichtet.
Der Rundgang führt durch Ställe, Stadel,
Hauslaben, Stiegen, in die Gärten, zu Mühlen
mit wassergetriebenen Werken und zu Almhütten
- zu Gebäuden, wie sie seit dem Mittelalter bei
Südtirolers Bergbauern üblich waren. Im
Gegensatz dazu steht der Adelssitz des Barons Anton
Wenzl zu Sternbach, den dieser gegen Ende des 17.
Jh. anstelle eines Bauernhofes errichten ließ.
Seine Hauskapelle etwa ließ er von Cristoforo
Benedetti mit einem Marmoraltar, von Michael Rasner
mit Türen und Banklöwen und von Kaspar Waldmann
mit Altarbild und Deckengemälde versehen. Auch
eine Hausapotheke und das ,Werkzeug" des Bauerndoktors
Sebastian Ragginer aus Lüsen kann man bewundern.
Sie geben Einblick in die Behandlungsmethoden vergangener
Tage. Im Wirtschaftsgebäude befinden sich Fuhrpark,
Werkstätten und Ackergerät. Ein Lehrpfad,
der das Bauernleben vergangener Jahrhunderte im rechten
Licht zeigt - mit all seiner Romantik und all seiner
Härte.