Museum
des Stiftes Innichen.
Das Stift Innichen. Gegründet vom Bajuwarenherzog
Tassilo III. als Benediktinerkloster 769, 1140 in
ein Kollegiatsstift umgewandelt, 1785 von Kaiser Joseph
II. aufgehoben und 1818 in einer bescheideneren und
zeitgemäßeren Form wieder errichtet. Heute
gehört es zu den ältesten erhaltenen Baulichkeiten
des Hochpustertales. Im Kapitelhaus neben der Stiftskirche
sind Museum, Archiv und Bibliothek des Stiftes Innichen
beherbergt. Dokumente barocker Volksfrömmigkeit,
Bildhauerkunst, Akten zur Geschichte des Stiftes,
Teile des Domschatzes, Bücher mit Miniaturmalereien,
Drucken und Kupferstichen befinden sich in dessen
Schauräumen. Zwar wirkt das Angebot im Vergleich
zu anderen Museen bescheiden, stellt aber eindrucksvoll
die Leistungen dieses ältesten Tiroler Stiftes
dar. Auch das Haus ist sehenswert: Sein östlicher
Tiel stammt aus dem 10. Jh, der westliche wurde um
1380 errichtet. Das Erdgeschoss war im Mittelalter
Lagerraum für die Naturalabgaben zinspflichtiger
Bauern, im Obergeschoss befinden sich der Kapitelsaal
mit Wandmalereien, Bibliothek, Archiv, eine Stube
mit Renaissancetäfelung und verschiedene Arbeitsräume.