Pelmo.
Der Monte Pelmo (3168 m), gehört zu den höchsten
Gipfeln der Dolomiten.
Er wurde erstmals am 19. September 1857 durch den
englischen Alpenpionier Sir John Ball bezwungen. Er
brach mit einem Gemsjäger vom Boitetal gegen
den Monte Pelmo auf. Über das heute nach Ball
benannte lange Felsband, dessen Durchquerung der Gemsjäger
verweigerte, gelangte Ball in das große Kar,
durch das er über den kleinen Pelmogletscher
bis unter den Gipfelaufbau anstieg. Es war der erste
große Dolomitengipfel, den Menschen erreichten.
Der Monte Pelmo gilt als einer der großen Felsdome
in den Dolomiten, ein Berg von gewaltigen Ausmaßen.
Er bildet eine fast geschlossenen Block, von welcher
Seite man ihn auch betrachten mag.
So finden sich nur wenige Möglichkeiten zur
Besteigung. Der bekannteste (und einfachste) Anstieg
führt über die Südostflanke. Die Route
der Erstbesteiger bietet auch heute noch eine lohnende,
aber lange und anstrengende Bergtour im zweiten Schwierigkeitsgrad.
Probleme finden sich am oben bereits genannten, ausgesetzten
Ballband. Kletterkönnen und Trittsicherheit sind
nötig. Die Besteigung des Monte Pelmo sollte
außerdem bei sicherem Wetter und Schneefreiheit
durchgeführt werden.
Eine weitere lohnende Aufstiegsvariante vergleichbarer
Schwierigkeit geht durch die Fissura (den schuttgefüllten
Riss zwischen Hauptgipfel und Pelmetto) und über
das Grohmannband zum oben erwähnten Kar.
Der Pelmogletscher existiert seit vielen Jahren schon
nicht mehr.
Vor einigen Jahren wurden auf einem ausgebrochenen
Felsblock am Bergfuß Fußspuren von Dinosauriern
gefunden (Hinweistafel "Orme di Dinosauri").
Eine lohnende Bergwanderung umrundet den Monte Pelmo
vom Rif. Citta di Fiume über die Forcella Val
d'Arcia zum Rif. Venezia und wieder zurück zum
Ausgangspunkt (ca. 6-7 Stunden).