Levanto besteht aus dem alten Stadtteil um die Kirche
Sant'Andrea und aus dem neuen Stadtteil, der auch
Stagno genannt wird und der im 15. Jahrhundert in
der Ebene am Fluss Ghiararo entstand. Das Gebiet der
Gemeinde erstreckt sich von der Küste bis zum
875 Meter hohen Monte Bardellone sowie über die
vielen kleinen, zum Teil sehr alten Weiler, die oft
versteckt zwischen Weingärten und Olivenhainen
liegen. Lavaggiorosso ist ein sehr interessantes Bauerndorf,
und Montale ist wahrscheinlich der Herkunftsort der
Urväter von Levanto.
Der Fischerort gehörte über viele Jahrhunderte
zu Genua und war seiner Schutzmacht immer treu, die
dafür den Sitz eines mächtigen Hafenamtes
nach Levanto verlegten, dessen Gerichtsbarkeit sich
von Moneglia bis Monterosso und in das Varatal hinein
erstreckte. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert am Meer
erbaut.
Viele der Villen in der Altstadt entstanden fast alle
in der Zeit vom 17. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert,
als zahlreiche Adelsfamilien den Ort Levanto zu ihrer
Sommerresidenz wählten. Ein sehr schönes
Beispiel ist das Palazzo Vannoni gegenüber dem
Rathaus, das aus einem ehemaligen Kloster des Klarissenordens
entstand. Noch älter ist die Villa Santa Caterina.
Der gute "Salon" der Stadt war die Piazza
della Loggia.
Die Kirche Sant'Andrea stammt aus dem 13. Jahrhundert,
aber die Pfarrei von San Siro in Montale ist jedoch
wesentlich älteren Ursprungs, denn diese Kirche
entstand im 6. Jahrhundert. Die Kirche von San Nicolò
in Chiesanuova wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Das
Franziskanerkloster dell'Annunziata stammt aus dem
15. Jahrhundert. Für das Jubiläumsjahr 2000
wurde das ehemalige Augustinerkloster restauriert,
wobei man in dem Gebäude eine Jugendherberge
und ein Auditorium einrichtete. Während der Restaurierungsarbeiten
wurden sehr schöne Fresen entdeckt, an deren
Widerherstellung noch gearbeitet wird. Im Oratorium
von San Giacomo befindet sich ein Halbrelief aus dem
15. Jahrhundert, das als Symbol für das Jubiläumsjahr
in Ligurien ausgewählt wurde.
Die Steinbrüche, in denen roter Marmor und Serpentin
abgebaut wird, wurden bereits früher ziemlich
ausgebeutet, und heute ist nur noch ein Steinbruch
aktiv. Es gibt viele hervorragend ausgestattete Sportanlagen
wie Fußballplätze und Tennisplätze,
Leichtathletikbahnen, ein Schwimmbad und Bocciabahnen.
In den Strandbädern wird alles zum Surfen und
für das Beach-Volley angeboten, aber Levanto ist vor allem bei den Surfern für seine guten
Windverhältnisse am Mesco bekannt.
Neben den ausgezeichneten Fischgerichten sind die
Gattafin eine weitere gastronomische Spezialität
von Levanto, dies sind große Ravioli mit einer
Kräuterfüllung, die in Olivenöl gebacken
werden.
In Levanto wurden im 18. Jahrhundert der Kartograph
Matteo Vinzoni und der Botaniker Domenico Viviani
geboren.