Rotonda.
Über die Ursprünge des Dorfes weiß
man nur, dass sich im Tal des Flusses Mercure siedelnden
Bevölkerungen nach der gotischen Invasion an
den Ort flüchteten, wo sich heute Rotonda erhebt.
Die Ortschaft, anfangs von den Langobarden und von
den Normannen in Besitz genommen, wurde später
Eigentum verschiedener Herrschaften. Rotonda nahm
1799 aktiv an den republikanischen Aufständen
teil, und die Bevölkerung empfing 1860 die
aus Kalabrien kommenden Garibaldiner, die Richtung
Neapel zogen. Im Dorf großartig ist die Kirche
von Santa Maria des Trostes, die eine schöne
Marmorstatue der Madonna aus dem Jahr 1512 und zwei
runde Marmorbasreliefe aus dem Jahr 1600 mit Dekorationen
von goldenen Schnitzereien aus dem 17. Jh. bewahrt.
Sehr interessant ist, unter dem historischen Gesichtspunkt,
auch ein im Jahr 1822 als Schutz gegen die Räuber
gebautes Fort. Das Dorf, das im Park von Pollino
steht, hat ein Gebiet, das reich ist an einer großen
Menge der Flora (man kann etwa an die „Pino
Loricato“ erinnern) und der Fauna (Wölfe,
Füchse, Wildschweine etc.). Dank den Strukturen
und dem organisierten Personal kann man vom Dorf
aus geführte Ausflüge in den Park machen,
oder man kann in einer der Schutzhütten des
Gebietes verweilen.