Das lukanische Olivenöl.
Der Olivenanbau in der Basilikata besitzt zweifellos
eine historische die Wirtschaft und Gastronomie beeinflußt
hat. Oliven werden hier schon seit der Zeit der Magna
Greca angebaut und das Öl ist immer schon von
erstklassiger Qualität gewesen. In nur geringem
Maße außerhalb der Region vertrieben und
überwiegend für den Eigenbedarf produziert,
besitzt das lukanische Öl einzigartige, direkt
durch die
Sinne wahrnehmbare Eigenschaften, da die Böden,
auf denen man es anbaut eine äußerst geeignete
mineralogische Zusammensetzung haben und die Pflanzen
aus Sorten ausgewählt werden, die vielleicht
keine außergewöhnlichen Erträge liefern,
aber beste Olqualität garantieren. Es gibt drei
Anbaugebiete: Vulture, Bassa Val d'Agri, Bassa Collina
Materana. Die wichtigsten Olivenanbauzentren im Vulture
sind: Melfi, Rionero in Vulture, Barile, Rapolla,
Acerenza, Lavello, Venosa. Die am meisten verbreitete
Olivenölsorte ist die 'Ogliarola', auch 'Rapollese'
oder 'Nostra-le' genannt. Sie wächst auf Böden
vulkanischen Ursprungs. In den unteren Hügeln
von Materana liegen die qualitativ besten Zonen: Ferrandina,
Grassano, Grottole, Salandra, Montescaglioso und Bernalda.
In diesem Gebiet decken die Olivenbäume ca. 80%
der Anbaufläche ab. Die bekannteste Sorte ist
'Maiatica di Ferrandina', aus der man nicht nur ein
sehr gutes Öl, sondern auch gute Eßoliven
gewinnt. Eine der gastronomischen Spezialitäten
von Ferrandina sind die eingelegten Liköroliven.
Das andere Verbreitungsgebiet ist das von Bassa Val
d' Agri in den Gemeinden Aliano, S. Arcangelo, Roccanova,
Missanello. In der Basilikata sind die Ölmühlen,
in denen die Oliven gepreßt werden, zum größten
Teil mit modernsten Geräten ausgestattet. Im
Gegensatz zu den traditionellen garantieren sie maximalen
Ertrag und beste Qualität des Öls. Das Öl
ist in der Basilikata immer schon die Basis aller
Gerichte gewesen, und die Produzenten haben eine solche
Erfahrung in der Auswahl und Verarbeitung der Oliven
entwickelt daß Geschmack und Unverfälschtheit
garantiert sind. Selbstverständlich sprechen
wir hier von extra nativem Olivenöl, das -gefiltert
oder ungefiltert - aus der allerersten mechanische
Kaltpressung der Oliven gewonnen wird sowie von nativem
Olivenöl, das wiederum allein mit der mechanischen
Pressung gewonnen wird. Das Qualitätsöl
wird übrigens zwischen November und Dezember
von Oliven der ersten Ernte gewomen. Die Restaurants
der Region verwenden fast immer am Ort produziertes
Öl, das den Gerichten einen ganz eigenen Geschmack
verleiht. Das Öl kann bei den Ölmühlen
in den Produktionsgebieten erworben werden, wie übrigens
auch die Tafelöle, die man leicht auch in den
Lebensmittel- oder Gemüseläden finden.