Brienza.
Der Ursprung des Dorfes geht auf die Langobarden
zurück, die diesen Ort für die Erbauung
der für die Beherrschung des darunter liegenden
Tals nötigen Burg. Die Burg, die von einer
Ringmauer (heute noch sichtbar) umgegeben ist, wurde
von verschiedenen feudalen Familien beherrscht,
zuletzt von der der Caracciolo, die die Hochburg
bis zum Anfang unseres Jahrhunderts hielten. Brienza
ist unter den wenigen Flecken der Basilicata, die
ihre architektonische Struktur eines mittelalterlichen
Dorfs noch heute bewahrt hat. Beachtenswert ist
das Schloss, das gegenwärtig restauriert wird.
Eine alte Tradition schreibt dem Schloss 365 Zimmer
zu, eines für jeden Tag des Jahres. In seiner
Nähe erhebt sich die der Heiligen Jungfrau
geweihte Mutterkirche, die auf das Ende des 11.
Jahrhunderts zurückgeht. Zu erinnern sind die
Kirche von San Zaccaria und von San Michele Arcangelo
(die „Kirche der Griechen“ genannt wird),
die schon im 12. Jh. bestand, und die Kirche von
Santa Maria degli Angeli, die in der Nähe der
Ortschaft steht. In den Straßen des Dorfes
kann man Adelspaläste mit fein gearbeiteten
Portalen und Hausfluren finden, dagegen befindet
sich auf dem Platz des Rathauses das Bronzedenkmal,
das an den aus Brienza stammenden Juristen und Patrioten
Mario Pagano erinnert.