Strandleben.
Die Adria verfügt 180 km Adriaküste. Wenn Sie also ein,
zwei Wochen am Meer verbringen wollen, so finden Sie unzählige
einladende Badeörtchen. Grob gesagt gibt es in den Adria zwei Arten von Badeorten: Die größeren
lebhaften Zentren mit ausgeprägtem Nachtleben, vielen
ausländischen Touristen und einer Strandpromenade,
wo die Hotels dicht an dicht stehen. Typische Beispiele
dafür sind Gabicce Mare, Pesaro, Senigallia und San
Benedetto del Tronto .
Dann sind da noch die vielen kleineren Badeorte mit weniger
spektakulären Stränden. Hier gibt es als Unterkunftsmöglichkeit
eher das Ferienhaus oder -appartement als das Hotel. In
der kurzen Sommersaison ist hier fast alles voll von italienischen
Familien, oft Marchigiani aus dem Hinterland, die jedes
Jahr hierherfahren. Man hört die Erwachsenen oft seufzen,
sie kämen ja nur der Kinder wegen, aber in Wirklichkeit
lieben sie diese Art von Urlaub über alles. Und es
gibt ja auch noch das Mobiltelefon, damit können sie
so tun, als seien sie eigentlich im Büro.
Ein paar Badeorte fallen weder in die eine noch in die
andere Kategorie, und zwar die kleinen Orte am Fuße
des Monte Conero. Hier gibt es kleine Felsbuchten und weiße
Kreideklippen, eine Besonderheit, die man an der Adriaküste von Triest im Norden bis zum Gargano, Italiens Stiefelsporn
im Süden, fast nirgends findet.
Alle Badeorte haben nur eine ganz kurze Saison. Eigentlich
sind sie nur von Mitte Juli bis zur dritten Augustwoche
bevölkert.
Kommen Sie Mitte Juni oder gleich Ende August/Anfang September,
dann finden Sie reichlich Platz und das Wetter spielt meistens
auch gut mit. Die meisten Orte machen regelrecht dicht von
Mitte September bis Mitte Mai.
In jedem Ort finden Sie zwar ein, zwei öffentliche
Strände (spiaggia libera), an denen man unentgeltlich
baden kann, diese befinden sich aber oft am unattraktivsten
Ende und sind nicht so sauber, wie man es sich wünscht.
Außerdem, wenn Sie echtes italienisches Strandleben
erfahren wollen, suchen Sie sich einen der vielen Strandabschnitte
aus, Sie wissen schon, wo die Sonnenschirme und Liegestühle
in langen Reihen stehen; dort kommen Sie gegen eine - meistens
gar nicht so hohe - Gebühr, in den Genuß aller
Strandannehmlichkeiten. Und hier erleben Sie die Italiener einmal privat und ganz aus der Nähe.
Wenn Sie Gast in einem der Küstenhotels sind, ist
die freie Benutzung eines der konzessionierten Strandabschnitte
oft schon im Hotelpreis enthalten.