Nationalpark
des Gran Sasso und der Lagaberge.
Der Wildbach Castellano entspringt an den Hängen
der Cima Lepri (2445 m) im Nationalpark Gran Sasso
und Monti della Laga und bildet über eine lange
Strecke die Grenze zwischen der Region Marche (im
Norden) und den Abruzzen (im Süden). Sein Lauf
endet bei Ascoli Piceno, wo er in den Fluß Tronto
einfließt. Dem Castellano steht andererseits
seit vielen Jahrhunderten die Rolle der Grenzgebung
zu: bis zum Jahre 1840 stellte er den Übergang
zwischen dem Reich von Neapel und dem Kirchenstaat
dar. Aus diesem Grunde wird von vielen angenommen,
daß es sich um den "grünen Fluß"
handelt, an welchem entsprechend Dante Alighieri,
der unglückliche König Manfredi begraben
liegt, der bei Benevent von den Guelfen im Jahre 1266
geschlagen wurde. Die Wanderung beginnt in Ceppo,
eine Ortschaft im Herzen der Monti della Laga, etwa
40 km von Teramo entfernt. Es wird die Straße
eingeschlagen, die vom Hotel Julia in den Wald führt.
Nach weniger als einen km, an einer Gabelung wird
der Wagen abgestellt. Zu Fuß wird die Wanderung
begonnen und der Weg nach rechts in den Wald Bosco
Martese eingeschlagen Über die Buchen ragen die
Spitzen großer Silbertannen, echte botanische
Juwelen des Parkes, von denen einige einen Umfang
von 5 m aufweisen. Nach 5 km steigt der ungepflasterte
Weg hinab zum Wildbach Castellano, der überquert
wird, um dann nach links weiter zu führen. Der
Hang wird bestiegen, um dann, nach einer ebenen Strecke,
einen von unten kommenden Pfad nach rechts einzuschlagen,
bis zu einer grasbewachsenen Lichtung, die den Namen
Piana trägt. Nach Überschreitung des Bächleins
wird erneut der Wald betreten, allmählich ansteigend,
bis endlich die Bäume verlassen werden und sich
die Sicht auf das Tal öffnet. Einen Graben erreicht
und überschritten, in 1756 m Höhe, wird
in des Tal hinabgestiegen und der Graben Cannavine
überquert, um auf dem gegenüber liegenden
Hang zu den Stazzi della Morricana zu gelangen. Von
hier können einige Wasserfälle erreicht
oder beobachtet werden, welche die beiden Läufe
des Fosso della Morricana bilden. Von den Stazzi della
Morricana wird möglichst links in den Wald hinuntergestiegen.
Die Trassierung ist nicht immer deutlich, doch ist
der Abstieg bequem. Sobald der Abstieg weniger steil
wird, empfiehlt sich, die Richtung wieder nach rechts
zu wechseln , dann einen Graben zu überqueren
und längs eines Pfades zwischen der Vegetation
bis zum Wildbach Castellano hinabzusteigen (1580 m
Höhe). Nun wird der große Wasserfall Cascata
della Morricana gesichtet, der sich mit einem einzigen
Sprung von 40 m in die Tiefe stürzt. Die Wanderung
beansprucht etwa 4 Stunden und kann auch mit dem Mountainbike
bewältigt werden.